Die Fünf Tibeter- das große Geheimnis der Jugend

Vor Jahren, ich war noch ein kleiner Junge, kam mein Vater mit einem kleinen Büchlein zu mir, in dem die Geschichte erzählt wird, wie ein gewisser Colonel Bradford den Brunnen der ewigen Jugend gefunden hat. Ich meinte: „Eine schöne Geschichte“, aber mein Vater erwiderte: „Nein, schau her. Das ist nicht bloß eine Geschichte. Hier werden die Übungen ganz praktisch gezeigt, mit denen der Colonel auf so wunderbare Weise zur Jugendlichkeit gefunden hat.“ So lernte ich die Fünf Tibeter kennen und seitdem sind sie ein regelmäßiger Begleiter meines Lebens.

Was sind die Fünf Tibeter genau? Detaillierte Übungen, angeblich aus Tibet. Ich habe mich viel mit Yoga beschäftigt und kann genau sagen, dass eine riesige Ähnlichkeit zwischen den Fünf Tibetern und Yoga und dem Denken dahinter besteht.

So funktionieren die Fünf Tibeter – Anleitung

Vorweg: Das Ziel ist es, alle fünf Übungen 21 mal auszuführen. Beginne jedoch mit drei Wiederholungen und steigere dich mit jedem mal um zwei Wiederholungen, bis du 21 Wiederholungen erreichht hast. Dann bleibe dabei, da sie bei dieser Anzahl die beste Wirkung auf deinen Körper haben. Die fünf Tibeter sollen immer in einer ungeraden Zahl wiederholt werden.

1. Tibeter

Erster Tibeter
Erster Tibeter

Stelle dich aufrecht hin und falte die Hände vor der Brust. Atme dabei ein. Während du jetzt ausatmest, streckst du die Arme zur Seite aus mit den Handflälchen nach unten. Nun beginnst du dich im Urzeigersinn (nicht dagegen, das ist wichtig) zu drehen und atmest dabei normal. Eine Drehung gilt als eine Wiederholung. Drehe dich maximal 21 mal.

2. Tibeter

Zweiter Tibeter
Zweiter Tibeter

Lege dich auf den Rücken und atme tief durch. Lege die Arme zum Körper. Entspanne dich, lass locker. Atme nun durch die Nase ein und hebe Kopf und Beine gleichzeitig. Führe dabei dein Kinn zur Brust, während die Schultern am Boden bleiben und achte darauf, dass die Beine gestreckt bleiben, während du sie hebst. Wenn dein Kinn deine Brust berührt und die Beine in der Senkrechte sind, atmest du langsam aus und lässt Kopf und Beine gleichzeitig langsam wieder sinken. Halte dabei die Beine noch immer gestreckt. Der Rücken soll die gesamte Zeit den Boden berühren.

3. Tibeter

Dritter Tibeter
Dritter Tibeter

Knie dich ungefähr beckenbreit auf den Boden und stelle die Zehen auf. Nimm eine gerade Haltung ein und greife nun mit den Handflächen links und rechts deinen unteren Rücken, fast schon das Gesäß. Atme nun tief ein, verlängere dabei nochmals kurz deine Wirbelsäule, so dass du größer wirst und ziehe nun deine Schultern zurück, biege dich soweit wie möglich zurück, lege den Kopf soweit wie möglich in den Nacken, dabei Mund öffnen und stütze dich währenddessen mit den Händen im unteren Rücken. Wenn du soweit hinten bist, wie du kannst, atme aus und kehre dabei langsam in die Ausgangsposition zurück.

4. Tibeter

Vierter Tibeter
Vierter Tibeter

Setze dich mit aufrechtem Körper und ausgestreckten Beinen auf den Boden und platziere deine Hände links und rechts unter den Schultern, Handflächen vollständig auf dem Boden, die Finger zeigen nach vorne. Atme nun tief ein und hebe dabei dein Becken so weit wie möglich nach oben, so dass deine Beine 90 Grad angewinkelt sind und dein Körper eine Brücke bildet. Halte diese Stellung für einen Augenblick und kehre dann in die Ausgangsposition zurück, während du ausatmest.

5. Tibeter

Fünfter Tibeter
Fünfter Tibeter

Lege dich auf den Bauch, platziere deine Handflächen ungefähr unter deinen Schultern und achte darauf, dass sie den Boden vollständig berühren, die Finger zeigen nach vorne. Halte deine Füße hüftbreit und stelle deine Zehen auf. Atme nun gründlich aus und hebe deinen Kopf und oberen Rücken so weit wie möglich an, so dass du dich im Kreuz nach hinten durchbiegst. Lege den Kopf in den Nacken. Nutze am Anfang ruhig die Kraft deiner Arme, um diese Bewegung durchzuführen, versuche später, mehr mit den Rückenmuskeln selbst zu arbeiten. Beginnen nun tief einzuatmen, hebe dabei dein Gesäß so hoch wie möglich, strecke deine Beine und Arme durch und gehe dabei mit dem Kinn zur Brust. Atme nun wieder aus und kehre in die Hohlkreuzstellung zurück.

Die Bilder stammen von J. Lunau

Meine persönliche Erfahrung mit den fünf Tibetern

Es kommt immer wieder vor, dass ich die fünf Tibeter einige Monate nicht regelmäßig ausführe. Wenn ich dann wieder mit ihnen beginne, merke ich dafür umso mehr, welch tolle Wirkung sie auf mich haben. Was mir am meisten auffällt: Ich spüre eine extreme Steigerung der Vitalität, sprich mein Kreislauf kommt total in Schwung. Ich werde sowohl körperlich als auch geistig flexibler und frischer (weniger müde).

Die ersten paar Tage kickte es mich immer total und ich fühlte mich danach wie neugeboren. Nach ein paar Wochen tritt meist ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, aber die allgemeine Lebensqualität ist trotzdem immer um einiges höher, als wenn ich sie nicht ausführe.

Toll ist, dass ich mit minimalstem zeitlichen Aufwand sehr flexibel bleibe und gleichzeitig ein Ganzkörpertraining (siehe Brücke) und Bauchmuskeltraining bekomme. Wenn man sonst nichts macht, oder gar keine Zeit hat (wer will schon jeden morgen eine halbe Stunde laufen gehen), dann auf jeden Fall die Fünf Tibeter. Sie sind für sich genommen schon toll, abe wenn man berücksichtigt, wie wenig Zeit sie brauchen, ist ihr Effekt noch viel mehr wertzuschätzen.

Eines der ganzheitlichsten und besten Fitnessprogramme, um mit total wenig Zeitaufwand voll in Form zu bleiben. Perfekt für alle Liebhaber der 80/20-Regel 🙂

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David ist Internet-Unternehmer mit Leidenschaft, Autor und Sprecher und seit seinem siebzehnten Lebensjahr im Internet selbstständig. Man kennt ihn für sein Buch "Online-Marketing für Selbstständige". David studiert Philosophie und Theologie an der University of Chester mit Schwerpunkt auf die altindische vedische Tradition.

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Ein Kommentar zu Die Fünf Tibeter- das große Geheimnis der Jugend

  1. Danke für die Inspiration! Normalerweise mache ich die 5 Tibeter erst NACH dem Duschen, aber jetzt bin ich so inspiriert, dass ich sie gleich an Ort und Stelle machen werde. Das holografische Universum wird es erwidern!

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