Und wir sind doch nicht alle gleich

Links gegen Rechts, Gutmensch gegen Ewiggestrigen. Es ist eine heiße Debatte, die zwischen den politischen Lagern geführt wird. Beide meinen es auf ihre Art und Weise gut, und doch kommen sie nie zu einer Lösung für die gegenwärtigen Probleme unserer Gesellschaft. Im Folgenden gehe ich der Ursache hierfür auf den Grund und präsentiere eine Alternative.

Unsere Gesellschaft in Österreich und Deutschland (und in vielen weiteren Ländern mit westlichen Wertvorstellungen) wird von einer linksideologischen Meinungsdiktatur beherrscht. Speziell die sogenannten Meinungsmacher unserer Gesellschaft fühlen sich größtenteils linken Weltansichten zugehörig und beherrschen die Medienlandschaft mit Ihren geistigen Verwirrungen. Diese zeigt sich unter anderem in der Verleumdung und Verhetzung von Menschen, die anders denken, und geht über eine gezielte Zurückhaltung von Informationen bis hin zu unverschämten Lügen und der Verdrehung von Tatsachen. Der Journalist Ken Jebsen spricht dieses Thema in einem Vortrag an, welchen Sie sich hier ansehen können.

Auf der anderen Seite gibt es das – nach Aussage der linken Oberschicht – dumme, weil ungebildete Volk, das sich der FPÖ zuwendet, weil es sich von dieser Lösungen für die verunsichernden Zustände in der Gesellschaft erhofft. Da die FPÖ die Ängste des Volkes nutzt, um Stimmen für sich zu gewinnen, wird sie aus dem linken Lager als populistisch beschimpft. Das ist natürlich verständlich. Wenn die eigene Popularität schwindet wie Eis in der Sonne, ist es doch klar, dass man dem Gegner seine steigende Popularität als Böswilligkeit und manipulative Irreführung auslegt.

Doch worum geht es inhaltlich eigentlich in der Debatte zwischen links und rechts? Auf den Punkt gebracht geht es um Ordnung und um die Auflösung von Ordnung. Die linke Ideologie setzt sich für die Auflösung von Ordnung ein, die rechte für deren Aufrechterhaltung oder Wiederinstandsetzung. Rechts gesinnte Menschen müssen sich deshalb anhören, dass sie ewiggestrig, starr und urteilend sind, an überholten Vorstellungen festhalten und mit ihrer Einstellung die Entwicklung der menschlichen Zivilisation verhindern.

Der linke Idealist sieht die Welt als ein vernetztes Dorf, in dem Nationalstaaten überholt sind, Klassen keinen Platz in der Gesellschaft mehr haben und spirituelles Streben (was er gerne mit Religion verwechselt) Privatsache ist. Ein Mann ist kein Mann und eine Frau keine Frau. Beide haben die Möglichkeit, ganz frei zu wählen, was sie denn sein wollen. Ein Österreicher ist kein Österreicher, ein Italiener kein Italiener. Beides sind Menschen mit kulturellem Hintergrund. Der eine kann zum anderen werden und umgekehrt.

Was sich der linke Idealist als Oase völliger Freiheit vorstellt, entpuppt sich jedoch bei näherer Betrachtung als weltfremde Utopie. Er kann sie bloß nicht als solche entlarven, weil er seine eigene Weltanschauung nicht zu Ende gedacht hat und sich daher nie ihrer Konsequenzen bewusst geworden ist.

Nehmen wir das Beispiel Familie. Eine Familie ist die kleinste Zelle der Gesellschaft und eine Ihrer Hauptaufgaben besteht darin, blühende, zufriedene Kinder groß zu ziehen, ihren Wissensdurst zu stillen und sie frei und kritisch zu erziehen, damit sie eines Tages zuverlässigen Stützen der Gesellschaft werden. Die Familie ist somit für eine der wichtigsten Funktionen des Organismus Gesellschaft verantwortlich. Sie sichert den Fortbestand. Die linke Ideologie beraubt die Familie dieser Identität und möchte durchsetzen, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften als ebenso natürlich anerkannt werden. Das Problem hierbei: Natürlich bedeutet gemäß der Natur und die Natur hat es nun mal so vorgesehen, dass es Mann und Frau braucht, um ein Kind zu zeugen. Somit ist eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft gerne eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft, aber keine natürliche Familie. Die linke Ideologie maßt sich jedoch an, diese natürlichen Grenzen aufzuheben und schafft damit endlose Verwirrung.

War es vor 20 Jahren noch eine vergleichsweise harmlose Debatte über Homosexualität, sieht sich die linke Ideologie heute mit immer abstruseren Auswüchsen Ihrer gesäten Ideologie konfrontiert. So möchte eine weiße Frau von Ihren Mitmenschen als Schwarze akzeptiert werden. Und wer kann es ihr verübeln? Wenn ein Mann das Recht hat, als Frau akzeptiert zu werden, weil er sich als solche fühlt, hat eine Weiße das Recht, als Schwarze akzeptiert zu werden. Doch warum hören wir hier auf? Wenn sich ein Kind erwachsen fühlt, hat es das Recht, als Erwachsener akzeptiert zu werden. Wenn jemand nicht unangenehm davon berührt sein darf, dass ein Mann auf Männer steht, dann darf auch niemand unangenehm davon berührt sein, dass jemand nicht darauf steht, wenn ein Mann auf Männer steht.

Moment mal.

Da passt was nicht. Jetzt führt sich das linke Gedankenkonstrukt ja selbst ad absurdum. Es ist eine Konsequenz linker Ideologie zu akzeptieren, dass jemand von Homosexualität unangenehm berührt ist? Ist der nicht homophob und ganz böse? Jetzt wird es kompliziert für den linken Gutmenschen, denn wo zieht er die Grenze?

Das Problem ist: Dadurch, dass die linke Ideologie die natürlichen Grenzen auflösen möchte, schafft sie einen gesetzlosen Raum, in dem sich Anarchie ausbreitet. Da die meisten Linken in der Praxis jedoch nicht auf die Vorteile von Ordnung verzichten möchten, schaffen sie selbst willkürliche Grenzen. Doch wer gibt ihnen das Recht dazu? Wer gibt den linken Meinungsmachern das Recht, eine gleichgeschlechtliche Familie mit einer natürlichen Familie gleichzustellen, einem Kind aber das Recht abzusprechen, als Erwachsener akzeptiert zu werden? Warum maßt sich die linke Oberschicht an, diese Grenzen ziehen zu dürfen?

Ich verstehe den Wunsch vieler linksgerichteter Menschen nach Akzeptanz und Gleichheit in der Gesellschaft. Sie sehen in ihrem Streben, jegliche Unterschiede auszumerzen, eine Lösung zur Abschaffung der Ungerechtigkeit in dieser Welt. Frauen werden von Männern ausgebeutet, also schaffen wir den Unterschied zwischen Frauen und Männern ab. Dann müssen ja beide gleich behandelt werden. Was sich viele Linke in diesem Zusammenhang leider nicht eingestehen:

Diese Ideologie ist eine Zwangsbeglückung, die die Menschen Ihrer Identität und die Welt ihrer Vielfalt beraubt. Es ist – wenn auch gut gemeint – eine Ideologie, mit der sie sich selbst belügen, denn sie funktioniert in der Praxis nicht.

Ein Affe braucht einen Baum und eine Gazelle die weite Steppe, um glücklich zu sein. Ich kann nicht willkürlich festlegen, dass beide gleich sind, und die Gazelle auf den Baum setzen.

In ähnlicher Weise sind Kinder keine Erwachsene, Frauen keine Männer und Männer, die glauben, Frauen zu sein, keine Frauen, sondern Männer, die glauben, Frauen zu sein. Eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ist keine Familie, da sie keine Kinder bekommen kann.

Heißt das, dass ich Kinder ausnützen darf, weil sie keine Erwachsenen sind? Heißt das, dass ich den Mann, der gerne eine Frau wäre, auslache, weil er im falschen Körper ist? Heißt das, dass Homosexuelle keinen Partner haben dürfen? Nein! Nur ein bemitleidenswerter Dummkopf würde diese Unterschiede ausnützen und andere diskriminieren.

Natürlich gibt es im rechten Lager genug Menschen, die diese Unterschiede als Vorwand sehen, um andere als minderwertig zu betrachten und sich so die vermeintliche Rechtfertigung verschaffen, andere auszubeuten. Das drückt sich aus im Geschlechterkampf, in Standeskämpfen und in Kämpfen zwischen Kulturen und Nationalstaaten. Doch ist es die Lösung, einfach alle Unterschiede und somit jegliche Vielfalt auszumerzen, so wie es die linke Ideologie letztendlich vorhat? Dies wäre, als würde ich mein Halsweh kurieren, indem ich mir den Kopf abschneide.

Die wirkliche Lösung besteht darin, Unterschiede anzuerkennen, ohne zu verurteilen. Du bist anders als ich. Ein Türke anders als ein Österreicher. Lass uns diesen Umstand feiern, indem wir voneinander lernen, aber lass uns diesem auch Rechnung tragen, indem wir Menschen verschiedener Kulturen erlauben, mit ihresgleichen zusammenzuleben. Man kann nicht von Akzeptanz sprechen und im gleichen Atemzug Menschen dazu zwingen, sich in ihrem eigenen Land als Fremde zu fühlen, wie dies in Favoriten beispielsweise der Fall ist, wenn man Österreicher ist.

Liebe Linke, hört auf mit eurer unmenschlichen Zwangsbeglückung. Lasst Frauen wieder Frauen sein und Männer Männer. Redet den Frauen nicht ein, dass sie mit den Männern konkurrieren müssen. Es ist ein unfairer Kampf, den die Frauen nur verlieren können. Das Einzige, was geschehen wird, ist, dass Männer Frauen ganz unverschämt ausbeuten werden, ohne dafür belangt werden zu können, da es ja offiziell keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern mehr gibt. Umgekehrt werden Frauen Ihre weiblichen Waffen nützen, um sich einen Vorteil zu verschaffen, und auf diese Weise wird genau das Unglück, Chaos und Misstrauen gesät, das unsere Welt heutzutage so entzweit.

Daher liebe Linke und liebe Rechte: Lehrt den Männern, die Frauen zu beschützen. Erlaubt den Eltern, die Kinder zu erziehen. Erlaubt dem Bürger, in seiner Heimat zuhause zu sein. Ermöglicht den Austausch zwischen den Kulturen, aber vermischt die Kulturen nicht.

Wir sind nicht alle gleich. Jeder von uns ist unterschiedlich. Gleich sind wir nur vor Gott. Und dieser Gott, von dem ich spreche, hat nichts mit Religion im Sinne von Konfession zu tun, er ist weder links noch rechts, sondern derjenige, der uns alle liebt, egal welchen Körper, welchen sozialen Status, welches Geschlecht oder Nationalität wir haben.

In unserem spirituellen Wesen sind wir alle gleich, aber in unseren materiellen Umständen sind wir alle unterschiedlich. Das ist die perfekte Alternative und Synthese des Kampfes zwischen links und rechts. Hare Krishna.

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David ist Internet-Unternehmer mit Leidenschaft, Autor und Sprecher und seit seinem siebzehnten Lebensjahr im Internet selbstständig. Man kennt ihn für sein Buch "Online-Marketing für Selbstständige". David studiert Philosophie und Theologie an der University of Chester mit Schwerpunkt auf die altindische vedische Tradition.

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6 Kommentare zu Und wir sind doch nicht alle gleich

  1. Das eigentliche Problem der Menschheit ist der Umgang mit den Kindern generell! Die ständige Bevormundung und Erziehung der Kinder macht diese göttlichen Wesen zu den “Vollidioten” die wir gemeinhin als mündige Erwachsene bezeichnen!

    Mit herkömmlichen Denken ist nicht zu verstehen, dass ein Kind nicht erzogen werden darf! Deswegen ist die Schaffung von flächendeckenden offensichtlichst menschenverachtenden Extremhandlungen notwendig, um den Menschen zu zeigen, dass ihre herkömmlichen Denkmuster völlig wahnsinnig sind, der “göttlichen” Ordnung widersprechen!

    Meiner Meinung nach, und da bin ich mir für mich selbst zu 100% sicher, ist die Ursache allen “Übels” der Menschheit, dass Kinder erzogen werden und nicht in selbstbestimmter Freiheit aufwachsen können!

    Diese Ursache können wir mit der Garantie für

    VÖLLIGE FREIHEIT FÜR ALLE KINDER!

    im Handumdrehen aus der Welt schaffen!

    Nach einer kurzen Übergangsphase im Chaos (ohne Mord und Totschlag) wird sich die Freiheit schnell ordnen und ein Leben in unbegrenzter, sich gegenseitig tolerierter Vielfalt entstehen!

    Alle Infos findet man auf http://www.aaa-mitdir.de

    Liebe Grüße aus Dresden

  2. Wunderbarer Artikel. Die linksgrünen Meinungstexxoxisten und Menschenverführer werden immer unruhiger! Das ist gut so, denn schon zu lange währt dieser Wahnsinn im Namen des „Fortschritts“ und anderer niederträchtig missbrauchter Begriffe. Es gibt zwei Arten von bösen Gutmenschen: Die einen sind die Hintermänner, die genau wissen, was sie tun, und die alles daran setzen werden, um ihre diabolischen Pläne umzusetzen, und die anderen sind die dummen, emotionell gekauften Mitläufer, die aufgrund ihrer eigenen Oberflächlichkeit und Abhängigkeit der Schokoladenglasur auf den Leim gehen, mit der diese lebensfeindlichen und skrupellosen Absichten verschleiert werden. Beiden ist das Handwerk zu legen, und das ist nur möglich, wenn täglich mehr Menschen aufwachen und beginnen, unabhängig, selbstständig und frei zu denken. Das ist die wirkliche Angstquelle für die Verführer und ihre Lakaien. Die Wahrheit entlarvt sie, und all ihre Propagandatricks von „billiger Rhetorik“ und „kruden Theorien“ etc. verpuffen als das, was sie sind: Nutzloser, billiger, substanzloser Bluff.

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